Der Hauptgrund für den vorzeitigen Abschied aus dem Job von Bundesbeamten ist die Dienstunfähigkeit. Vergleichsweise zum Jahr 1999 ging die Zahl der Betroffenen jedoch enorm zurück. Trotzdem werden die Pensionäre für den Bund immer teurer.

Immer seltener gehen Bundesbeamte in Frühpension. Dafür steigen aber die Durchschnittspensionen weiter an. Diese Tatsache geht aus dem sogenannten „Fünften Versorgungsbericht“ der Bundesregierung hervor. Die „Bild“-Zeitung berichtete erst vor Kurzem hierüber. So gingen im Jahr 2010 etwa 9,8 Prozent aller Pensionäre wegen Dienstunfähigkeit in den Vorruhestand. Im Jahr 1999 waren es hingegen noch 31,7 Prozent. Mit 63,3 Prozent der Bahnbeamten und 28,8 Prozent der Postbeamten ist der Anteil der Frühpensionäre allerdings noch erheblich höher. Zudem gingen Berufssoldaten im Schnitt bereits mit 53,9 Jahren sowie Postbeamte mit 55,3 Jahren in die Pension.

Dem Bericht zufolge ist die Durchschnittspension seit dem Jahr 2008 von 2.510 Euro auf 2.680 Euro im Jahr 2011 gestiegen. Im höheren Dienst habe die Durchschnittspension sogar 3.890 Euro betragen. Demnach bekamen 19.700 Ex-Beamte (ca. 15,3 Prozent) mehr als 3.500 Euro Pension. Der Zeitung zufolge koste jeder Pensionär pro Jahr zusätzlich 5.350 Euro für medizinische Behandlungen.

Quelle: focus.de